Wie das Didgeridoo zu den Menschen kam
Das bekannteste Musikinstrument der Australischen Ureinwohner ist das Didgeridoo.
Es ist der hohle Stamm eines Eukalyptus Baumes durch den ähnlich wie auf einer Tuba geblasen wird. In Australien werden viele verschiedene Geschichten darüber erzählt, wie das Didgeridoo zu den Menschen gekommen ist. eines haben alle diese Geschichten gemeinsam, sie spielen in der Traumzeit. (siehe Traumzeit Beitrag unten)
Vor vielen vielen Jahren, damals in der Traumzeit, wanderte eine Gruppe von Menschen durch den Kontinent den wir heute Australien nennen , sie waren schon viele Wochen gewandert, doch jetzt hatten sie einen Ort gefunden an dem es Ihnen gut gefiel. So beschlossen sie etwas länger zu bleiben. Nachdem sie sich ein wenig ausgeruht hatten gingen alle los , um in der Umgebung Feuerholz für die nächsten Tage zu suchen. Sie sammelten ein große Menge trockener Äste und Büsche und schichteten sie auf einen riesigen Haufen, neben Ihren Schlafplätzen auf. Dann war es Zeit zu Essen, bald wurden alle müde und es war Zeit zu schlafen. Mitten in der Nacht kam ein Sturm auf und Wind blies kräftig über das Land, er fegte über das Lager und durch den gewaltigen Holzstapel, oben auf dem Stapel lag der Stamm eines Eukalyptus Baumes den die gefräßigen Termiten ausgehöhlt hatten. Der Wind blies durch den hohlen Stamm und erzeugte einen wunderbaren Ton. Alle Menschen im Lager erwachten, Sie lauschten auf diesen geheimnisvollen Klang, bald fragten Sie sich, woher kommt diese wunderschöne Stimme? Sie liefen in die Richtung, aus der Sie den Ton noch immer hören konnten, schließlich entdeckten Sie den ausgehölten Eukalyptus Stamm durch den der Wind blies. Sie staunten sehr wie Wind und Baum gemeinsam sangen. Bald wollten es jeder selbst einmal versuchen, den holen Stamm zum klingen zu bringen, doch zuerst wollte der Eukalyptus Baum seine Stimme nicht preisgeben. Dann mit ein wenig Übung, konnten auch die Menschen auf dem neuen Instrument spielen, es klang als ob der Sturm durch einen von Termiten holgefressenen Eukalyptus Stamm blies.
Mit freundlicher Genehmigung von Pit Budde und der Gruppe Karibuni
Nachzuhören ist die Geschichte auch auf der CD: Didgeridoo und Känguru,
Astralische Lieder, Tänze und Geschichten für Kinder erschienen im Ökotopia Verlag ISBN (CD) 987-3-931902-68-1

Was ist die Traumzeit???
Wie alle andern Menschen auf dieser Erde haben auch die Aborigines eine eigenen Vorstellung davon, wie die menschliche Welt erschaffen wurde. Für sie begann alles mit einer mythischen Schöpfungszeit.
Das Volk der Aranda in Zentralaustralien nennt diese Zeit Altjira und das Volk Diyari, ebenfalls in Zentralaustralien zu Hause, nennt diese mythische Schöpfungszeit die Mura. Es ist sehr schwer diese Wörter in unsere Sprache zu, übersetzen, denn das hieße, dass es in unseren Vorstellungen etwas Ähnliches geben müsse.
Mura und Altjira wird bei uns als Traumzeit übersetzt. Die Traumzeit ist ein Zustand aus der Vergangenheit, der ewig dauert. Aber was geschah in der Traumzeit?? Die Aborigines berichten, dass vor sehr ,sehr langer Zeit auf der Erde ein völliges Durcheinander herrschte. Es lebten noch keine richtigen Menschen und auch keine Tiere. Nur ein paar Wesen wandelten umher. Die Traumzeitwesen kamen aus der Erde, wo sie einst unter der Oberfläche geschlafen hatten. Es gab keine Landschaften, keine Flüsse und auch keine Berge in der Traumzeit, denn alles lag wild durcheinander herum. Eines Tages begannen die Traumzeitwesen die Erde aufzuräumen. Entlang der Wege, die sie gingen, formten sie Landschaften und Wasserlöcher, hängten die Gestirne an den Himmel und stellten Bäume und Berge auf. Zuletzt schufen sie die Menschen. Als alles fertig war, verkrochen sich viele der Traumzeitwesen wieder unter die Erdoberfläche, um zu schlafen und zu träumen. Manche Wesen verzogen sich in den Himmel und andere verwandelten sich in Teile des Landes.
Dass in der Traumzeit die mythischen Wesen die Welt geschaffen haben, bedeutet für die Aborigines keinesfalls, dass es vor dieser Zeit überhaupt nichts gegeben hat. Die Welt war in den Vorstellungen der Aborigines auch schon vor der Traumzeit vorhanden, doch der Unterschied ist, dass die Dinge bis zur Traumzeit keinerlei Bedeutung hatten. Alle Gesetze der Natur, alle Regeln im Leben der Gemeinschaft und die Eigenschaften aller Lebewesen und Dinge haben erst die Traumzeitwesen festgelegt. Das gesamte Leben der Aborigines orientiert sich daher an ihrem Glauben an die Traumzeit und an ihrem Glauben an das Träumen. Es gibt viele Geschichten um die Traumzeitwesen und deren Reisen und um die mythischen Orte, an denen sich diese aufhielten. Die Aborigines betrachten sich als die direkten Nachkommen der Traumzeitwesen. Sie fühlen sich daher sehr eng mit dem eigenen Volk und dem Ort verbunden, den ihre mythischen Vorfahren geschaffen haben. Zudem werden die Aborigines im täglichen Leben, wenn sie die Berge, Flüsse und Landschaften um sich herumbetrachten, immer an die Traumzeitwesen erinnert . die Traumzeitwesen ruhen an allen möglichen Orten, zum Beispiel unter der Erde, in Felsen oder in Bäumen. Diese Orte sind für die Aborigines Orte mit besonderer Kraft. Die Menschen können die Kraft der Traumzeitwesen nutzen. Durch Rituale wie beispielsweise Tänze, Gesänge oder das malen von Bildern kommen die Aborigines in engen Kontakt mit den Traumzeitwesen und bekommen ein Stück ihrer Kraft geschenkt. Die Aborigines sind der Meinung, dass alles, was sie tun und denken von ihren mythischen Vorfahren bestimmt wird. Immer wieder wandeln die Traumzeitwesen in Menschengestalt oder als Tier umher und immer wieder legen sie sich zurück in die Felsen, in die Bäume und Sträucher oder tief unter die Erde. Die Traumzeitwesen haben die Menschen geschaffen. Stirbt ein Mensch dann sagen die Aborigines, dass dieser Mensch wieder ins Land geht, dorthin wo die Traumzeitwesen ruhen.
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